Stattegger Sommer

Ein Rückblick | Das Programm

Rückblickend war es ein erfolgreiches Kultursommer Debüt, auf dessen Schaffung ich stolz bin. Einerseits, weil ich diese letzte Herausforderung meiner nun rasch fortschreitenden chronisch degenerativen Erkrankung an Parkinson noch zu Ende bringen konnte (wie der britische Rockstar Ozzy Osbourne) und andererseits, weil es trotz der enormen Belastung Spaß gemacht hat. Ein Gesunder hätte es auch nicht besser hingekriegt. Organisatorisch war alles bestens vorbereitet, alle Künstler erschienen pünktlich zu ihren Auftritten, Verpflegung und Unterkunft im Lässerhof war organisiert und die Bewerbung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde gemacht. Es gelang sogar, zwei heftigen Regenfällen auszuweichen.

An die tausend Besucher waren in „unser Dorf am Rande der Stadt“ zu den sieben Veranstaltungen gekommen, viele waren dem Ruf der drei AVISO Empfehlungen mit Bild in der Kleinen Zeitung gefolgt, scheinbar nur wenige kamen aus der 3,000-Seelen-Gemeinde selbst. Nicht nur manche Freunde, sondern auch die neuen (und alten) Gemeinderäte glänzten geschlossen durch ihre Abwesenheit. Aber alle Veranstaltungen waren eigentlich gut besucht, ich hätte mir halt auch ein paar der versprochenen Leute gewünscht. Dabei war der Ertrag aus den freiwilligen Spenden gar nicht so bescheiden: € 1.700 landeten in der von Heidi Stampler herumgereichten Spendenbox, die zusammen mit den Gagen ungekürzt an die Künstler überwiesen wurden. Nochmals herzlichen Dank dafür, aber auch an Gerald Brunner und Günter Waltersdorfer für die Hilfe bei der Adaption der Bühne am Dorfplatz.

In den sechs Monaten Vorbereitungszeit kam es nur zu einer einzigen Programmänderung. Die Lyrikerin Petra Ganglbauer (meine Ex) musste ihre Lesung leider kurzfristig absagen. Zu diesem Zeitpunkt waren viele der Werbemittel bereits gedruckt, die schnellste (und einfachste) Lösung war, dass ich für sie einspang. Das Problem dabei war nur, dass meine Stimme durch den Parkinson nicht mehr zum Lesen taugte. Der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Johannes Silberschneider übernahm dankenswerterweise diese Rolle und las meine Texte noch dazu honorarfrei. Dass auch meine Arbeit ehrenamtlich geleistet wurde, braucht eigentlich nicht extra betont zu werden.

Gerald Ganglbauer

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